„Sen-Giotto – The Manifestation of Volumes“ ist ein Art-Environment, das Parallelen zwischen
Giotto’s Freskengemälden in der Scrovegni Kapelle (1304-06) und den vorherrschenden visuellen Kommunikationstechniken assoziiert. Die Installation stellt Giottos sequentielle Darstellungsmethode der biblischen Lebensgeschichte Joachims in der Kapelle Scrovegni, den uns täglich umgebenden Bilderwelten gegenüber.

Die Installation integriert 3 Elemente:

1. Eine transluzente, als Tunnelgewölbe konstruierte Projektiosfläche, auf der die in Echtzeit blau eingefärbten Bilder aus weltweit verteilten TV-Sendungen live wiedergegeben werden (ohne Ton).

2. Sechs zusammengesetzte Marmor-Steinplatten, zentral im inneren des „Tunnelgewölbes“ positioniert, stellen freigestellte, als Intarsien eingearbeitete Details aus Giottos Scrovegni-Sequenz Das Leben Joachims dar.

… Die Aureole scheint, da ihr ihr Träger abhanden gekommen ist, sich in eine Ferne zurückgezogen zu haben, aus der sie nicht mehr zurückgeholt werden, nicht mehr erscheinen kann – oder eben nur so, dass sie im Sichtbaren eine völlig neue Funktion erlangt: als pure Konstellation im Raum, als reiner Verweisungszusammenhang, der auf nichts mehr verweist als eben, im Meta-Bild, auf Transzendenz. … | Textauszug: Anmerkungen zu den Arbeiten von Detlef Günther – Christian Kupke, im September 2017

3. Sen Giotto – The Manifestation of Volumes ist eingebettet in einen Klanglandschaft, die aus isoliertem Tonmaterial der projezierten Bild-Datenströme und vororchestrierten Klangquellen komponiert ist (leise).

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Sen Giotto | The Manifestation of Volumes

6 Tafeln, je: Pigmentprint mit Blattgold bearbeitet, 59,4 cm x 42 cm






Das Leben des Joachim

6 Tafeln, je:
Nero assoluto mit Intarsien aus Räuchereiche, Blattgold, Stahlrahmen, 30cm x 30cm x 2cm




Aus den berühmten Fresken Giottos aus der Capella Scrovegni im italienischen Padua eliminiert der Künstler alle realistischen Bildelemente (Personen, Gebäude, Land schaften, sogar der Himmel fällt weg) und behält lediglich die über den Köpfen der dargestellten Personen schwebenden Heiligenscheine zurück, und zwar in ihrer präzisen räumlichen Konfiguration.

… Die Aureole scheint, da ihr ihr Träger abhanden gekommen ist, sich in eine Ferne zurückgezogen zu haben, aus der sie nicht mehr zurückgeholt werden, nicht mehr erscheinen kann – oder eben nur so, dass sie im Sichtbaren eine völlig neue Funktion erlangt: als pure Konstellation im Raum, als reiner Verweisungszusammenhang, der auf nichts mehr verweist als eben, im Meta-Bild, auf Transzendenz. …


Textauszug: Anmerkungen zu den Arbeiten von Detlef Günther – Christian Kupke, im September 2017



6 Tafeln, je:
Thassos Marmor mit Intarsien aus Räuchereiche, Blattgold, Holzrahmen, 30cm x 30cm x 2cm






Lithobox mit 6 Lithografien (Chine Collé), je: 22cm x 22cm









Präsentation

Öl auf Hartfaser, 220 cm x 200 cm